4 Tage lang lernten 8 interessierte Schüler in ihren Ferien bei einem kostenpflichtigen Workshop das Web Content Management System Drupal kennen. Was sich zunächst wie ein Widerspruch in sich anhört, war spannend, lehr- und ergebnisreich. Für die Schüler und für den Dozenten! "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?" gilt auch hier, und nun lässt sich konkret sagen, welche konzeptionellen Anforderungen an einen Drupal Kurs zu stellen sind.
Der Drupal Workshop zur Sommeruniversität für Schüler an der FU-Berlin ist also zu Ende. Geschafft, was angesichts technischer Schwierigkeiten bei der Einrichtung von Drupalbereichen für jeden Teilnehmer aufgrund einer hochgradig auf Sicherheit angelegten, verteilten Infrastruktur nicht leicht war.
Doch die Technix lieferten ihren Beitrag punktgenau trotz sehr diffiziler und häufig verschwiegener Details bei Drupals technischen Anforderungen.
Die vier Tage des Workshops ließen sich problemlos füllen, ohne dass Langeweile aufkam, und die Frage lautete eher, wo man weglassen kann.
"Die Kunst besteht im Weglassen" gilt umso mehr für Drupal. So genial diese Software ist, so umfangreich und beinhart sind auch die zugrunde liegenden Konzepte, die zwar konsequent sind, aber auf der Basis bisheriger Texte nur schwer vermittelbar waren. Versteht man die Konzepte, kann man sich das Detailwissen problemlos über Websites aneignen.
Die Ziele des Kurses waren klar und wurden stringent verfolgt:
- Einrichtung von Drupal: Glück oder Können?
- Konfiguration von Drupal: "Management by click"
- Support & Patches: Einstieg in Open Source Entwicklung
- Drupal Anpassungen: 3 Level Model
- Drupal Erweiterungen: Verwendung des Hook-Konzepts
Vier Tage waren mit diesem Stoff mehr als gut gefüllt. Da die Teilnehmerschaft hinsichtlich ihrer Vorkenntnisse (gewollt) heterogen war, blieb das Programmieren eher im Hintergrund bzw. wurde auf das Ende gelegt, sodass sich andere mit der Fertigstellung ihrer eigenen Website-Ideen befassen konnten.
Und die Ergebnisse können sich sehen lassen (eine kleine Auswahl):
- Literaturaustausch (ohne PHP-Kenntnisse)
- Partynetzwerk
- Programmierer Wiki
Angesichts des sichtbaren Erfolgs ist klar: Drupal ist keine harte Kost, wenn es auf die richtige Art und Weise einem interessierten Teilnehmerkreis vermittelt wird. Wegen des großen Interesses und mit dem Ziel der allgemeinen Förderung von Drupal und Open Source Software im allgemeinen wird dies nicht der letzte Drupal Kurs gewesen sein. Fortsetzung folgt!
Coverseite der Präsentation "Das WebCMS Drupal als Community-Plattform"
- Weblog von Marco Rademacher
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